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Name1,25-(0H)2-Vitamin-D (Calcitriol)
Synonyme1,25-OH-Vitamin D, Vitamin D3 (Calcitriol)
GruppeKnochenstoffwechsel
MaterialSerum
EDTA-Plasma / Serum
MethodeCLIA
Präanalytik Blutentnahme morgens nüchtern, Plasma/Serum innerhalb von 30 Minuten zentrifugieren und separieren. Höhere Stabilität im Plasma.

Hämolyse und v.a. Lipämie(auch leichte Trübung) stören die Messung.
Bei Dialysepatienten Blutentnahme vor der Dialyse.
Heparininjektion stellen eine Einflussgröße dar und führt zum Konzentrations-Anstieg. (bei Dialysepatienten sollte die BE prädialytisch erfolgen)

Stabilität: bei Raumtemperatur: 72 h (Lagerung kühl und Lichtgeschützt!)
Abnahme um 3,4% bei Raumtemperatur nach 24h
Abnahme von 8,5% nach 7 Tagen
Frequenz 1x pro Woche
Indikation V.a. Störung des Vit.D-Metabolismus / DD unklarer Hyperkalzämien
- Abklärung Hyperkalzämien(Sarkoidose, Tuberkulose, andere granulomatöse Erkrankungen)
- Therapiekontrolle nach Verordnung von 1-alpha-Hydroxy-Vitamin-D3 oder von 1,25-OH-Vit.D3
- V.a. Intoxikation mit Hyperkalzämie-erzeugenden Pflanzen (z.B. Solanum malacoxylon)

Abklärung von Hypokalzämien (1-alpha-Hydroxylase-Mangel, Vit.D-dependent-rickets, VDDR, Vit.D-Rezeptor-Defekt)
Einheitpg/ml
Normalwert
19.9 - 79.3 pg/ml
Abrechnung
GOÄ
Position
   Preis €
(1.0-fach)
   Anzahl   Faktor   Preis €
413943.7111.1550.27
  Dieser Parameter wird in einem Auftragslabor bestimmt (Originalbefunde verfügbar).
Beschreibung Der Vit.D3-Spiegel ist physiologisch eine Funktion der renalen Aktivität der 1-alpha-Hydroxylase. Eine entsprechende Metabolisierungsstörung kann somit erfasst werden. Die Plasmakonzentration reflektiert somit die Nierenfunktion

Vitamin D ist eigentlich kein Vitamin, sondern ein Hormon und besitzt ebenso pleiotrope Effekte. Rezeptoren finden sich in den meisten Geweben und Zellen, wodurch ein Mangel nicht automatisch mit Störungen der Calcium-Homöostase assoziiert ist, sondern auch mit chronischen Erkrankungen. So hat u.a. Wirkungen auf das cardiovaskuläre System, das Immunsystem und die Glucosetoleranz.
Die Behandlung mit Vit.D dient insbesondere dem Zweck bei älteren Patienten das Risiko von Knochenfrakturen zu reduzieren und durch Verbesserung des neurologisch/psychologischen Funktionen das Hinfallen zu vermeiden

Das 25-OH-Vit.D ist biologisch inaktiv; Die Hydroxylierung wird durch ein niedriges diätetisches Calcium (Ca), durch Hypophosphatämie und von Parathomorn(PTH) aktiviert.
Über die Nahrung werden die 7-Dehydrocholesterol-Formen aufgenommen und nach Einfluss von UV-B Strahlung in das Provitamin-D3 umgewandelt. Vitamin-D ist chemisch ein Vertreter der Steroide und somit nicht wasserlöslich. Daher ist es im Plasma an Proteine gebunden, v.a. Vitamin-D-binding-protein (DBP)